Das Thema Künstlernachlässe bleibt hoch aktuell. Das Institut eikones der Universität Basel veranstaltet im Museum Tinguely einen Talk, zu folgenden Fragen: Wie wird das Problem in der Praxis gelöst? Wie können künstlerische Nachlässe aktiviert werden und für aktuelle Praktiken Relevanz erhalten? Was sind kuratorische Formate, in denen das Publikum, die Forschung oder andere Kunstschaffende an solche Nachlässe herangeführt werden? Welche Formen – Appropriation, Hommage, Vermittlung, künstlerische Recherche – können solche künstlerische und kuratorische Praktiken annehmen? Es diskutieren: Céline Manz (Künstlerin), Camille Chenais (Kuratorin Villa Vassilieff – Bétonsalon, Centre d'art de recherche, Paris), Thomas Schmutz (Kurator), Matthias Oberli (Abteilungsleiter Kunstdokumentation, Schweizerisches Institut für Kunstwissenschaft), Nadja Müller (Verein RestKunst Basel). Die eikones Gesprächsreihe wird von Katharina Brandl und Claire Hoffmann konzipiert und moderiert. Das Gespräch wird in englischer Sprache geführt.  Mehr Infos:

 

 

Braucht Basel ein Kunstlagerhaus?

Der Verein RestKunst hat sich der Künstlernachlassthematik verschrieben und engagiert sich im Raum Basel für den Aufbau eines Kunstlagerhauses. Mit dem Kick-off-Event am 10./11. November 2018 im Projektraum M54 in Basel hat RestKunst die Debatte darüber lanciert, wie wir als Gesellschaft mit Künstlernachlässen umgehen wollen. 

 

Das Projekt RestKunst

Nie zuvor hat es in Basel so viele Kunstschaffende wie heute. Viele prägen und bereichern die regionale Kultur Jahrzehnte lang, ohne national oder international wahrgenommen zu werden. Längst nicht alle finden zu Lebzeiten einen Ort für ihre wichtigsten Werke. Die Nachlassverwaltung ist meistens Privatsache und bleibt oft den Erben und dem Zufall überlassen. Da das regionale Kunstschaffen aber auch eine Form von Kulturerbe und über den künstlerischen Wert hinaus als zeitgeschichtliches Dokument relevant ist, braucht es auch in Basel einen Ort, wo ausgewählte Werke von Basler Kunstschaffenden eine dauerhafte Bleibe finden und öffentlich zugänglich bleiben. 

 

Wer wir sind

Der gemeinnützige Verein RestKunst wird von den beiden Basler Kulturakteurinnen Ricarda Gerosa und Nadja Müller geleitet. Der Kick-off-Event wurde unter dem Patronat von Visarte Region Basel und mit grosszügiger Unterstützung durch die Abteilung Kultur des Kantons Basel Stadt, durch die Christoph Merian Stiftung, die Sulger-Stiftung durchgeführt.